Alljährlich wird Sonntag nach Pfingsten dieses uraltes Volksfest in Leißling gefeiert.
Es wird vermutet, dass die Entstehung auf die Zeit des 30-jährigen Krieges zurück zuführen ist. Die Menschen waren damals sehr abergläubisch und beschworen die guten Geister, damit alle Not von ihnen abgewendet werden sollte. Um sich von den bösen Kräften zu reinigen, zogen die Bauer mit einer Strohpuppe durch das Dorf zu Saale, um diese dort zu versenken.
Der Strohbär gilt auch heute noch als Symbol des "Leißlinger Eierbettelns".
In den früheren christlichen Jahrhunderten wurde der Zins in Eiern gezahlt, sogenannte Bonifainseier.
Einmal im Jahr durfte der Hirt durchs Dorf ziehen und sich symbolisch von den Bauern seine Arbeit mit Eiern und anderen Naturalien vergüten lassen. Vergaß er diesen "Heischegang" (Bittgang), wurde er von allen verhöhnt.
Auch heute noch ziehen die Leißlinger Eierbettler alljährlich in ihrem "Heische-Umzug" durch das Dorf.
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Fest, einige Bräuche wurden erhalten, manches kam neu dazu oder wurde verändert.